Alles hat ein Ende…

Das Bild zeigt die Rennbahn, die hinter dem Spiellokal gelegen ist, das vom Spielsaal aus zu erreichende Wettbüro hatte während des Opens allerdings geschlossen.

In der achten Runde gelangen Dirk und Thilo noch einmal zwei Siege, beide stehen damit bei 5,5 Punkten aus 8 Partien und spielen in der letzten Runde nebeneinander an den Brettern 13 und 14, beide mit Weiß. Ich erzielte ein ziemlich müdes Remis gegen einen Schachfreund aus Schwerin. Wer mich in der morgigen Auslosung vermisst: Ich habe mich bei den Schiedsrichtern für die letzte Runde abgemeldet und schreibe diese Zeilen an meinem Schreibtisch in Lübeck. Das ist erst das zweite Mal, dass ich ein Turnier vorzeitig beende, ich bin aber nicht richtig fit und wollte mir noch einen Ruhetag gönnen, bevor ich am Montag wieder arbeiten muss.

Fazit:
1) Neun (bzw. acht) Runden am Stück sind inzwischen deutlich anstrengender als früher, vor allem dann, wenn alle Gegner entweder eine viel höhere oder viel niedrigere Wertungszahl haben, so dass Kurzremisen wie zum Beispiel bei den SH-Landesmeisterschaften nicht vorkommen.
2) Ich bin nach der etwas missglückten Saison 2024-25 einigermaßen zufrieden mit meinem Ergebnis, auch wenn die Niederlagen gegen die besseren Gegner ziemlich eindeutig waren – als Entschuldigung kann ich nur ins Feld führen, dass beide morgen am ersten Brett gegeneinander spielen 🙂
3) Der Lichtenberger Sommer ist ein sehr gut organisiertes schönes Open mit einem großartigen Catering und ich kann mir gut vorstellen, im kommenden Jahr wieder dabei zu sein.
4) Das moderne Schach der jungen Leute ist extrem konkret, ich bin nicht sicher, wie bekannt Capablanca- oder Karpow-Partien in der Generation Z sind – von Petrosjan ganz zu schweigen.

Eine Anmerkung zum Schluss: Meine gestrige Vermutung, dass mindestens eine Partie kampflos enden wird, wurde durch die Realität weit übertroffen. Insgesamt sechs Teilnehmer:innen gingen davon aus, dass auch die achte Runde um 17 Uhr beginnt…